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Stiftung und Stiftungsvorstand
Nach dem Tod des Herzogs wurde die Augenklinik
im Jahre 1917 von seiner Frau Marie-José
in eine Stiftung überführt. Diesem
Umstand ist zu verdanken, dass die Klinik wirtschaftlich
schwerste Zeiten im letzten Jahrhundert überstehen
konnte.
Wie bereits erwähnt, gründete Herzog
Carl Theodor in Bayern gemeinsam mit seiner
Gemahlin Marie-José, einer Infantin von
Portugal, 1895 die Augenklinik an der Nymphenburger
Straße. Für den Erwerb, Umbau und
Betrieb der Augenklinik setzte der Herzog sein
privates Vermögen ein, wobei seine besondere
Sorge und Zuwendung mittellosen Augenkranken,
die er unentgeltlich behandelte, galt. Stets
hatte Marie-José ihren Ehemann tatkräftig
unterstützt. Sie assistierte bei den Operationen
und organisierte im Hauswesen die Ordensschwestern.
Um das karitative Anliegen des Herzogs auch
nach seinem Tod im Jahre 1909 fortführen
zu können, gründete sie eine Stiftung.
Die medizinische Leitung übernahm der einstige
Assistent des Herzogs, Dr. Heinrich Zenker.
Durch die Stiftung war es weiterhin möglich,
bedürftige Patienten kostenlos zu behandeln.
Auch durch Zuwendungen von großzügigen
Patienten wurde der Fortbestand gesichtert und die Entwicklung
der Augenklinik gefördert.
In den 20er-Jahren hatte die Klinik schwere
Zeiten zu überstehen, da die Einnahmen
zahlender Patienten auf Grund der allgemein
angespannten Lage immer dürftiger wurden.
Eine spürbare Entlastung brachte der erste
Versorgungsvertrag mit den inzwischen eingeführten
Sozial- und Krankenversicherungen. Bis heute
wird die Augenklinik Herzog Carl Theodor als
Stiftung geführt und steht allen gesetzlich
und privat versicherten Patienten sowie allen Selbstzahlern offen.
Die Stiftung wird von einem Vorstand geleitet,
dem die Stifterin selbst bis zu ihrem Tod im
Jahr 1943 angehörte. Seither ist die Stifterfamilie
der Herzöge in Bayern im Vorstand ständig
durch einen Nachkommen von Herzog Carl Theodor
vertreten. Seit 1973 ist es S.K.H. Herzog Max
in Bayern. Weitere Vorstandsmitglieder sind
derzeit Frieder Roth, Jens Wernick und Professor Dr. med. Gerhard Wündisch.
Der Vorstand wird in wichtigen Dingen von einem
Beirat, der aus vier Personen besteht, beraten.
Derzeit gehören dem Beirat an:
- Prof. Dr. Bernhard von
Barsewisch, Augen-Tagesklinik Groß Pankow
- Prof. Dr. Anselm Kampik,
Direktor der Augenklinik der Ludwig Maximilians
Universität München
- Prof. Dr. Dr. Heinrich
Fürst, Leitender Arzt des Krankenhauses
Martha-Maria in München
- Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Piller, ehemals Leiter der Bayerischen Staatskanzlei
Wie ihre Vorgänger, fühlen sich
auch die derzeitigen Mitglieder des Vorstands
und des Beirats verpflichtet, den von Herzog
Carl Theodor und seiner Ehefrau eingeschlagenen
Weg weiterzugehen und alles zu tun, was zum
Erhalt der Augenklinik Herzog Carl Theodor als
soziale Einrichtung auf hohem medizinischen
und wissenschaftlichen Niveau erforderlich ist.
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